Warum Gruppe?

Auf der Startseite meiner Homepage habe ich bereits ausführlich darüber informiert, warum Gruppenpsychotherapie so hilfreich sein kann. Lesen Sie es hier gerne nochmal nach. Aus Studien weiß man, dass die Gruppentherapie grundsätzlich genauso wirkungsvoll ist wie die Einzeltherapie. Bei einigen Thematiken ist sie aufgrund ihrer besonderen Wirkfaktoren sogar wirkungsvoller.

Was sind inhaltliche Schwerpunkte?

Ich setze in meinen verhaltenstherapeutischen Gruppen zum einen auf Wissensvermittlung bzgl. der Entstehung und Aufrechterhaltung ihrer Beschwerden. Dieses Wissen erarbeiten wir gemeinsam als Team an ihren jeweiligen persönlichen Beispielen. Die Gruppe selbst kann also Themenschwerpunkte setzen und diese aktiv mit gestalten. Auf der Basis der neuen Erkenntnisse werden wir dann in die Veränderungsschritte erarbeiten und in der Gruppe üben. Zum Einsatz kommen verschiedene verhaltenstherapeutische Methoden, gemäß meinen Arbeitsschwerpunkten häufig auch Elemente aus der Schematherapie und der Acceptance-Commitment-Therapie.

Themen und Anliegen könnten zum Beispiel sein: Umgang mit Ängsten und Stimmungstiefs, Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, Verbesserung der Wahrnehmung eigener Bedürfnisse, sich besser Abgrenzen und Nein-Sagen können.

Behandlungstechniken die eingesetzt werden: Vermittlung von Informationen über die Entstehung von Emotionen und Stress, Einbeziehung biografischer Faktoren in die persönliche Erkrankungsgeschichte, Identifikation ungünstiger Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster, Erlernen von Entspannungs- und Achtsamkeitstechniken, Erlernen von Methoden zum bessern Umgang mit Gefühlen, Anspannung, Grübeln ect. Im Alltag kommen sicher je nach Wünschen der Gruppe und ihren persönlichen Anliegen weitere Interventionen hinzu.

Wie läuft eine Gruppensitzung in der Regel ab?

Jede Sitzung hat eine gleichbleibende Struktur. Sie beginnt mit einer Eröffnungsrunde, in der jeder Teilnehmer sich kurz dazu äußert, was ihn gerade beschäftigt. Wir legen am Ende der Runde auch zusammen fest an welchen Themen wir in der Sitzung arbeiten wollen. Dieser Anfangsteil sollte nicht länger als 10 Minuten dauern. Dann beginnt die Arbeitsphase. Diese kann verschiedenartig gestaltet sein. So kann sie zunächst der Wissensvermittlung dienen, der sich dann eine aktive Übung anschließt. Es kann aber auch sein, dass ein Teilnehmer gerade durch ein akutes Problem so stark belastet sind, dass sie Gruppe entscheidet, sein Anliegen zu erarbeiten. Dann steht dieser Patient im Mittelpunkt der Sitzung und definiert ein Ziel, was er mit der Gruppe erarbeiten möchte. Dabei wähle ich als ihre Therapeutin dann die geeigneten Techniken aus. Am Ende der Arbeistphase werden mögliche Übungen für zu Hause besprochen. Die Arbeitsphase bildet den Schwerpunkt und dauert 60-70 Minuten. Am Schluss steht die etwas 10-minütige Abschlussrunde. In dieser sollte jeder darauf eingehen, was für ihn bei der heutigen Sitzung am wichtigsten war.

Wer ist geeignet?

Es handelt sich um eine sogenannte halboffenen Gruppe. Das heißt es gibt einen verbindlichen Kreis von Teilnehmern, aber nicht alle beenden und beginnen die Therapie zum gleichen Zeitpunkt.

In der Gruppe können Patienten mit verschiedenen Erkrankungsbildern und Themen teilnehmen (Angst- und Depressionserkrankungen; Zwänge; Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion; selbstunsichere, zwanghaft-perfektionistische und ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsanteile, Selbstwertprobleme, Lebenskrisen, Probleme mit dem Stressmanagement, Psychosomatische Beschwerden ect.)

Wann und Wo?

Eine Gruppentherapiesitzung dauert 100 Minuten und findet einmal pro Woche immer Montags von 18.20 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Die Gruppe findet in meinen Räumlichkeiten in der Ziegelstraße 17 mit 4-8 Teilnehmer statt.

Vor Beginn der Gruppentherapie finden immer probatorische Einzelsitzungen statt, in denen wir uns individuell kennenlernen können und ihre Therapieziele und die Therapieinhalte nochmals besprechen können. Die Gruppentherapie kann durch eine gewisse Zahl an Einzelsitzungen in größeren Abständen ergänzt werden, in denen persönliche Krisensituationen aufgefangen werden können oder bestimmte Themen vertieft werden können.